Definition „Mündel“: Das bedeutet der Begriff
Wer für ein Mündel Geld anlegt, trägt eine besondere Verantwortung. Eine mündelsichere Geldanlage muss nicht nur risikoarm sein, sondern auch einen stabilen Vermögenszuwachs ermöglichen.
Doch welche Optionen stehen zur Verfügung, und worauf sollten Vormünder besonders achten?
Ein Mündel ist eine minderjährige Person, die nicht mehr unter dem elterlichen Sorgerecht steht. Sind die Eltern eines Mündels verstorben oder können nicht ausreichend für ihn sorgen, wird das Sorgerecht an eine dritte Person – den Vormund – verliehen. In diesem Fall erhält der Vormund alle elterlichen Rechte und Pflichten, inklusive dem Sorgerecht.
Verfügt der Mündel über ein eigenes Vermögen, fällt dem Vormund auch die Verwaltung und der Werterhalt dieses Geldes zu. Dabei spricht man auch vom sogenannten Mündelgeld – im Unterschied zum Kindesvermögen, das in der Regel von den Eltern verwaltet und angelegt wird. Geregelt ist das Ganze über die Paragraphen 1773ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Was heißt „mündelsicher“ bzw. „Mündelsicherheit“?
Bei der Mündelsicherheit geht es im Grunde um die Verantwortung, die der Vormund gegenüber seinem Mündel innehat.
Mündelsichere Finanzprodukte müssen laut Gesetzgeber risikoarm sein. Ob ein Produkt wirklich risikoarm und damit als mündelsichere Geldanlage geeignet ist, wird in jedem Einzelfall vom jeweils zuständigen Amtsgericht entschieden. Die Geldanlage über das Mündelkonto darf keine negativen Folgen für den Mündel bzw. auf dessen Geldvermögen haben, sondern muss wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Das Geld ist Eigentum des Kindes. Es darf nicht damit spekuliert werden.
