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Im Sinne des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“

Noch lässt das schmucklose Äußere des leerstehenden Bürogebäudes in der Schäfergasse 33 in Frankfurt am Main nichts von der geplanten Transformation erahnen. Dabei geht es um weit mehr als eine Umwidmung einer Büroimmobilie in ein Wohnhaus. Vielmehr entsteht hier in nicht allzu ferner Zukunft ein Vorzeigeobjekt für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Entstanden ist das Konzept in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt und der zukünftigen Mieterin Caritas. 

Ziel war es von Anfang an, einen wertvollen Beitrag zur sozialen Infrastruktur der Stadt zu leisten. Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa wird nicht müde zu betonen, wie wichtig dies ist, um Armut und Armutsängste zu bekämpfen. Transferzahlungen allein reichten nicht aus, „um die Teufelskreise aus Stigmatisierung, schlechter Gesundheit, geringer Teilhabe, schlechten Bildungschancen und Verschuldung zu durchbrechen.“ Basis dafür sei eine soziale Infrastruktur, die Begegnungs- und Beratungsangebote unterbreite, Nachbarschaftshilfe und Gesundheitsversorgung leicht zugänglich mache.1

Das ist prinzipiell auch im Sinne von Bund und Ländern. 1999 wurde in Deutschland das Programm „Soziale Stadt“ ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, Stadtteilentwicklung nicht rein baulich-räumlich anzugehen, sondern auch nichtbauliche Maßnahmen zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur zum Bestandteil der Planung zu machen. So sollen Akteure stärker miteinander vernetzt und zivilgesellschaftliche Potenziale erschlossen werden, um die Lebensbedingungen von Bewohnern benachteiligter, häufig von Armut und Arbeitslosigkeit betroffener Stadtteile umfassend zu verbessern.2  Die Schwäche des Programms liegt in seiner Abhängigkeit von der politischen Konjunktur und deren wechselnden Interessen. Werden Fördermittel für bauliche Maßnahmen bewilligt, geht dies in der Regel auf Kosten der Förderung von Partizipation und Quartiersmanagement.

Video zum Projekt Schäfergasse: hausInvest x Caritas

Im Video erfahren Sie, wie hausInvest Büroflächen in Frankfurt in sozialen Wohnraum umwandelt und gemeinsam mit der Stadt Frankfurt und der Caritas nachhaltige Teilhabe schafft.

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1Caritas Deutschland, Interview mit Eva Maria Welskop-Deffaa vom 23. Januar 2023 https://www.caritas.de/fuerprofis/fachthemen/armut/so-muss-armut-in-deutschland-bekaempft-werden

2Wegweiser Bürgergesellschaft, Soziale Stadtentwicklunghttps://www.buergergesellschaft.de/mitentscheiden/handlungsfelder-themen/stadtentwicklung/soziale-s…

3Madaster ist Ihr Kataster für Materialien und Produkte. In Madaster werden Daten über alle Materialien und Produkte registriert, die in einem Objekt, z. B. einer Brücke oder einem Gebäude, verbaut wurden. Quelle: www.madaster.de

4https://www.bmwsb.bund.de/DE/bauen/innovation-klimaschutz/klimaschutz-in-gebaeuden/klimaschutz-in-gebaeuden_node.html